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Walter Scheuerle als Rechner der Jagdgenossenschaft verabschiedet

03.05.2022

Vor wenigen Tagen kam die Jagdgenossenschaft Hammersbach zur Jahreshauptversammlung zusammen. Die Eigentümer von Grundstücken im Außenbereich waren wie in den letzten Jahren üblich in den Räumen des Vereins der Hundefreunde Hammersbach zu Gast.

Der Vorsitzende, Bürgermeister Michael Göllner, konnte etwa 30 Teilnehmer, darunter auch alle Jagdpächter herzlich begrüßen.

Der Bericht des Vorstandes konzentrierte sich insbesondere auf die durchgeführten Unterhaltungsmaßnahmen an den Feldwegen. Dabei kam vor allem die Frage zur Sprache, wie intensiv Maßnahmen wie Mähen oder Mulchen von Banketten, das Schneiden von Hecken oder das Räumen der Wasserläufe sein müssen. Bürgermeister Michael Göllner fasste es so zusammen: „Die Banketten, Raine und Feldränder sind wichtige verbindende Strukturelemente in der Landschaft, die für viele Arten von Bedeutung sind. Beim Mähen oder Mulchen muss die Devise gelten, soviel wie nötig und so selten wie möglich.“  Einig waren sich die Teilnehmer, dass es wichtig ist, durch eine entsprechende Pflege die Funktionalität zu wahren, wie den Wasserabfluss an den Gräben. An den Hauptwegen, die auch von Spaziergängern und Fahrradfahrern stark genutzt werden, sei es notwendig, die Wege und Banketten zu pflegen. Damit könne der Besucherverkehr ein Stück weit gelenkt und die weniger zugänglichen Gras- und Seitenwege beruhigt werden.

Der Rechner der Jagdgenossenschaft, Walter Scheuerle, trug dann den kurzen Kassenbericht vor. Die Einnahmen sind die Jagdpachterträge, die bisher immer zum größten Teil an die Gemeinde ausgeschüttet wurden, die damit die Feldwege pflegt. Für Walter Scheuerle war dies der letzte Jahresbericht, den er vortrug, denn nach 34 Jahren hat er sich entschlossen, das Amt aus Altersgründen abzugeben. Michael Göllner dankte Walter Scheuerle im Namen aller Anwesenden ganz herzlich für die jahrelange Tätigkeit. Friedel Bellgardt, der als Vorsitzender des Genossenschaftsausschusses die Kasse geprüft hatte konnte eine ausgezeichnete Kassenführung bescheinigen und der Versammlung die Entlastung des Vorstandes vorschlagen. Dieser Entlastung folgte die Versammlung einstimmig.

Im Rahmen der Beschlussfassung über die Verwendung der Jagdpacht kam es dann zu einer intensiven Diskussion. Roland Barget hatte beantragt, Geld zurückzulegen, um Saatgut für Blühstreifen und -flächen mitzufinanzieren. Die Versammlung war der Idee gegenüber sehr aufgeschlossen. Deshalb wurde beschlossen, dass Jagdvorstand, Ortslandwirte und Jagdpächter gemeinsam beraten sollen, wo zusätzliche Blühflächen in den einzelnen Jagdrevieren angelegt werden können.

Ein zweiter Antrag befasste sich mit der Bezuschussung von Fallen. Raubwild wie Fuchs, Dachs oder Waschbär, der zudem auch noch eine fremdländische invasive Art ist, lässt sich effektiv nur mit modernen Fallen bejagen. Die Bejagung ist wichtig, um Wildschäden zu vermeiden, die in diesen Fällen nicht durch die Pächter ersetzt werden müssen. Aber auch, um Bodenbrüter und Niederwild, wie Rebhuhn, Fasan oder Hase in den Revieren zu erhalten. Nach längerer Aussprache folgte die Jagdgenossenschaft diesem Antrag. 1000 Euro weniger werden an die Gemeinde zur Feldwegeunterhaltung ausgeschüttet. Der Betrag wird stattdessen auf Antrag an die Jagdreviere für die beschlossenen Verwendungszwecke gegeben.

Zum Schluss der Verssammlung standen noch die Neuwahlen an. Hier wurde eine Verjüngung eingeleitet. Vorsitzender bleibt Bürgermeister Michael Göllner, sein Stellvertreter ist zukünftig Uli Dörner, Horst Bopp übernimmt die Finanzen und Beisitzer ist nun Dominik Bock. Im Genossenschaftsausschuss werden zukünftig Friedel Bellgardt, Frank Barget und Hannah Beck wirken. Sie löst Richard Brenner ab, der ebenfalls aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur verzichtete.

Abschließend dankte der neue und alte Vorsitzende der Jagdgenossenschaft allen für die Teilnahme und die rege Diskussion. Er betonte, die einstimmig gefassten Beschlüsse zeigten, dass die Belange des Außenbereichs gemeinsam von den Grundstückseigentümern, den Landwirten, der Gemeinde mit dem Bauhof und den Jagdpächtern vorangebracht werden.

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