von Sebastian Altenburg
Erster Workshop der Ausbildungsinitiative in Hammersbach erfolgreich gestartet
Vor wenigen Tagen fand im Rathaus in Hammersbach der erste Workshop der neu gegründeten Ausbildungsinitiative statt. Initiiert wurde das Projekt vom Herausgeber des örtlichen Magazins Der Hammersbacher, Christian Kinner, in Kooperation mit der Gemeinde Hammersbach und dem Hammersbacher Gewerbeverein. Ziel der Initiative ist es, die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit junger Menschen zu fördern, die Anzahl an Ausbildungsplätzen in Hammersbach zu erhöhen, bestehende Ausbildungshemmnisse abzubauen und die Qualität der Ausbildung insgesamt zu verbessern.
Beim ersten Workshop berichteten der örtliche Unternehmer Markus Busch (Elektro Busch) sowie Pierre Berlejung (Bottle Shock GmbH) über die Rahmenbedingungen und rechtlichen Grundlagen der dualen Ausbildung. Jugendpfleger Patrick Wüst beleuchtete die sozialen Aspekte und die heutige Lebenswelt von Jugendlichen. Dabei wurde deutlich: Den Jugendlichen gibt es so nicht mehr – noch nie war die individuelle Ausprägung junger Menschen so vielfältig wie heute.
Markus Busch bestätigte diese Einschätzung und betonte, wie wichtig es sei, dass sich Jugendliche in Vereinen, beim Teamsport oder bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren. „Wer dort Gemeinschaft erlebt und gelernt hat, tut sich auch im Betrieb und in der Ausbildung leichter“, so der Elektromeister, der aktuell sechs Auszubildende in seinem Unternehmen beschäftigt.
Christian Kinner, der die Veranstaltung moderierte, unterstrich das langfristige Ziel der Initiative: „Wir wollen, dass in einigen Jahren mehr junge Menschen in Hammersbach eine Ausbildung absolvieren. Dafür sollen vermehrt Praktika angeboten werden, um die Berufsorientierung zu erleichtern – ebenso wie Ferienjobs, die jungen Menschen die Chance geben, sich eigenes Geld zu verdienen.“
Kinner weiter: „Junge Menschen, die in den Ferien jobben – so wie es in meiner Generation üblich war – lernen den Wert der eigenen Arbeit kennen und erfahren das Glücksgefühl, sich im wahrsten Sinne des Wortes etwas verdient zu haben. Das prägt fürs Leben.“
Auch Bürgermeister Michael Göllner unterstützt die Initiative mit Nachdruck: „Wir müssen als Gesellschaft zusammenhalten. Unsere lokalen Betriebe und Gewerbetreibenden bieten großartige Möglichkeiten – sie können jungen Menschen, die oft auf der Suche nach Orientierung sind, echte Perspektiven geben. Gleichzeitig sichern wir so die wirtschaftliche Stärke unserer Unternehmen langfristig. Ich bin überzeugt: Diese Initiative kann ein echter Standortfaktor für unsere Gemeinde werden.“