von Gemeinde Hammersbach
Hammersbach erhält 50. Kompass-Sicherheitssiegel in Hessen
Die Gemeinde Hammersbach durfte am heutigen Tag einen besonderen Meilenstein feiern: Im Rahmen eines feierlichen Empfangs überreichte Innenminister Roman Poseck Bürgermeister Michael Göllner das Kompass-Sicherheitssiegel. Mit dieser Auszeichnung ist Hammersbach nun die 50. Kommune in Hessen, die das Siegel erhält – ein bemerkenswerter Erfolg für eine vergleichsweise kleine Gemeinde.
Im Beisein von Kommunal- und Landespolitikern würdigte Bürgermeister Göllner die Bedeutung dieses Ereignisses und begrüßte den Innenminister herzlich. Dabei erinnerte er an den letzten Besuch eines Innenministers in Hammersbach – damals wie heute stand das Thema Sicherheit im Mittelpunkt: „Sicherheit ist das höchste Gut, das wir unseren Bürgerinnen und Bürgern geben können.“
Göllner betonte in seiner Rede, dass Sicherheit alle Lebensbereiche betreffe. Auch wenn es in Hammersbach keine massiven Probleme gebe, habe das Thema für ihn stets eine hohe Priorität – etwa bei der Feuerwehr oder im Ordnungsbehördenbezirk. Entscheidend sei es jedoch, sowohl die objektive Sicherheit als auch die gefühlte Sicherheit im Blick zu behalten.
„Menschen müssen nicht nur sicher leben – sie müssen sich auch sicher fühlen.“
Gerade die Dynamik der sozialen Medien trage häufig dazu bei, dass einzelne Vorfälle starke emotionale Reaktionen auslösen. Göllner schilderte die typische Abfolge: Ein Vorfall wird gemeldet – und die Kommentare reichen von „es wird immer schlimmer“ über „man kann sich nicht mehr vor die Tür trauen“ bis hin zu politischen Pauschalurteilen. „Die Statistiken“, so Göllner, „erzählen ein ganz anderes Bild.“
Initiator für die Teilnahme am Kompass-Programm war ein Impuls aus der Bürgermeisterkreisversammlung, in der Stefan Fehler, damaliger Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, das Programm vorstellte. Göllner brachte den Vorschlag daraufhin in die gemeindlichen Gremien ein und erläuterte in seiner Begründung:
„Das Programm KOMPASS bietet als Präventivinstrument eine nachhaltig ausgerichtete Verzahnung zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Polizei und Kommune. Die Polizei unterstützt dabei, kommunale Sicherheitsbedürfnisse zu analysieren und passgenaue Lösungsansätze zu entwickeln.“
Obwohl die objektive Sicherheitslage in Hammersbach ohnehin positiv sei, empfahlen die Behörden eine Teilnahme – gerade um neue Perspektiven zu gewinnen.
Ein zentraler Baustein des Kompass-Prozesses war eine umfassende Bürgerbefragung. Dabei wurden Problemorte, das Sicherheitsgefühl und Wünsche der Bevölkerung abgefragt. Die Ergebnisse waren ermutigend:
- Viele Menschen fühlen sich in Hammersbach sehr sicher.
- Gleichzeitig wurden Verbesserungsbedarfe sichtbar – etwa bei Beleuchtung, Verkehrssituationen und einzelnen Angsträumen.
- Auch viel Lob für die Gemeinde wurde geäußert.
Michael Göllner betonte: „Das hat uns gefreut, aber auch motiviert. Wir sind gut – und wir wollen noch besser werden.“
Mit einem Schmunzeln berichtete er, dass selbst seine Töchter „nichts am Ortsbild auszusetzen“ hätten.
Die Rückmeldungen führten zu konkreten Maßnahmen: Angsträume wurden entschärft, Verkehrsführung optimiert, und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Polizei, Jugendpflege und Seniorenbeirat weiter vertieft. Gerade die Initiativen dieser beiden Gruppen hob der Bürgermeister besonders hervor.
Göllner betonte, dass der Erfolg des Kompass-Prozesses nicht in Einzelmaßnahmen liege, sondern in der intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten:
„Dinge ernst nehmen, offen kommunizieren, bewerten, nicht hinter Datenschutz verstecken, kurze Wege nutzen und mit einer Stimme sprechen – das ist der Schlüssel.“
Besonders dankte er Hauptamtsleiterin Sandra Schutt, die den gesamten Prozess nicht nur koordiniert, sondern inhaltlich maßgeblich vorangetrieben hat.
Innenminister Poseck zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Gemeinde. Die Verleihung des 50. Sicherheitssiegels an Hammersbach sei, so der Minister, ein „absolut passender und verdienter Jubiläumsfall“.
Der Empfang endete mit einer festlichen Torte und einer besonderen Aktion: Im Sitzungssaal wurde ein Wunschbaum – ein Apfelbaum – aufgestellt. Alle Anwesenden konnten dort ihre persönlichen Wünsche für ein noch sichereres Hammersbach anbringen.